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Turm und Glocken

Der Glockenturm wurde am 31. Oktober 1950 geweiht.

Wer regelmäßig Läuten unserer Gemeinde hört, wird sich manchmal über ungewohnte Töne wundern. In unserem Glockenturm gibt es nämlich zwei Glocken, auch wenn normalerweise nur die große Glocke geläutet wird, an ausgewählten Tagen wird auch der Klang der zweiten Glocke getestet.
Die Glocke, die wir täglich hören, wurde 1880 gegossen. Sie wiegt 550 kg, ist insgesamt 86 cm hoch und hat einen Durchmesser von 96 cm. Die Glocke ist aus Bronze gegossen und mit mehreren Friesen und Stegen verziert. Auf der Flanke ist ein Kreuz abgebildet, darunter steht die Inschrift „Gloria in excelsis Deo!“. Auf der Gegenseite steht die Inschrift „An Stelle der 1509 gegossenen und Dom. I adv. Christl. November 1879 zersprungenen grossen Hospitalglocke goss mich im März 1880 J.G.Grosse in Dresden“, ferner ist die Nummer As. No 999 verewigt.
Unsere Glocke ist nach einem Gutachten musikalisch reizvoll. Leider wird das Geläut durch die Aufhängung und den Klöppel beeinträchtigt. Um den Klang voll zur Entfaltung kommen zu lassen, müßte sie Glockenstuhl und gerades Joch aus Eichenholz sowie einen guten Klöppel bekommen. Außerdem ist der Glockenstuhl für unsere große Glocke zu klein. Das bedeutet vor allem, daß eine Umstellung des Geläutes auf elektrischen Betrieb mit enormen Problemen behaftet ist.
Die Aussagen zu Aufhängung und Klöppel treffen genauso auf unsere kleine Glocke zu. Diese Bronzeglocke ist wesentlich älter, evtl. um 1500 von Hillger gegossen, wiegt 30 kg und ist 39 cm hoch. Diese Glocke mit Johanniterkreuz und der Inschrift „ave maria gracia plena dns tecum“ gehörte vermutlich zu dem 1843 abgebrochenen Bartholomäuskirchlein.
Unsere Gemeinde besitzt noch eine dritte Glocke, 20 kg schwer, die vermutlich zu der nicht mehr vorhandenen Friedhofskapelle gehört hat. Die Glocke ist gesprungen und befindet sich nicht im Glockenstuhl.
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